400 Tonnen sollen schwimmen
Fünf Millionen Euro kosten der Neubau der imposanten Stahlbrücke und der Abriss des nicht mehr zu sanierenden alten Bauwerkes. Routine ist das Vorhaben dabei keinesfalls. Hermann- Josef Schütte, Ingenieur beim Wasser- und Schifffahrtsamt Meppen (WSA), sagt, gerade das Einschwimmen sei von Brücke zu Brücke unterschiedlich. „Und eine solche Stahlbogenbrücke wie in Meppen hat das WSA zumindest in den letzten Jahrzehnten nicht in Eigenregie geplant und den Bau überwacht.“ Er sei zwar zuversichtlich, dass der Zeitplan eingehalten werden könne, sagt der Ingenieur. Dies hänge aber von vielen Umständen ab.
Immerhin habe das Bauteil ein Gewicht von 400 Tonnen. Bereits am heutigen Donnerstag wird die alte Helter Brücke von 17 Uhr bis etwa 21 Uhr voll gesperrt, um hier einen Autokran zu platzieren. Mit dessen Hilfe soll ein auf dem Kanal herangeschleppter Ponton so vorbereitet werden, dass die neue Brücke beim Einschwimmen auf ihn abgelegt werden kann.
Bereits am Freitag erfolgen abschließende Überprüfungen der Zugtechnik durch spezialisierte Ingenieure. Vorgesehen ist, die neue Brücke schon ein gutes Stück über den Kanal zu schieben.
Die für Zuschauer interessanteste Phase soll am Samstag ab neun Uhr zu beobachten sein. Das WSA wird das Geschehen über Lautsprecher kommentieren. Der Kanal ist für Schiffe ab 6 Uhr nicht befahrbar.
Die alte Brücke wird den ganzen Tag für den Verkehr gesperrt, für Zuschauer aber freigegeben, so dass das Einschwimmen aus wenigen Metern Entfernung beobachtet werden kann. Im Laufe des Samstags soll die Brücke die gegenüberliegende Seite am Leichtathletikstadion erreicht haben – wann genau, lässt sich aber nicht sagen.
Die Verkehrsfreigabe der neuen Brücke wird voraussichtlich Ende 2009 erfolgen. Die Gesamtmaßnahme einschließlich Abbruch der alten Brücke und aller Straßenbauarbeiten ist für das Frühjahr 2010 geplant.
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