01.08.2007   bd baumaschinendienst Ausgabe 7-8/2007
Sichtbeton macht Schule

Neues Schulzentrum mit außergewöhnlichen Ansprüchen

Auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Blumenthal in zentraler Lage von Recklinghausen entsteht derzeit eines der größten Schulzentren Deutschlands. In den Treppenhäusern, Fluren und Decken des mit ca. 11 Millionen Euro veranschlagten Projekts hatte die bauausführende Gelsenkirchener Niederlassung der Schäfer-Bauten GmbH aus Ibbenbüren astreinen Sichtbeton abzuliefern!

Der Kreis Recklinghausen fasst in dem Komplex die beiden organisatorisch eigenständigen Weiterbildungseinrichtungen Max-Born-Berufskolleg und Herwig-Blankertz-Berufskolleg mit über viertausend Schülern zusammen, ergänzt von einer Sporthalle mit über 3.000 qm Nutzfläche. Die offene und klare Gliederung der lichtdurchfluteten Baukörper vermittelt ein großzügiges Raumgefühl – die Betonoberfläche genießt höchste Aufmerksamkeit. Also holte sich Schäfer mit dem Westag & Getalit Fachberater Gerd Ploeger betontechnische Kompetenz ins Boot: „ Es war nicht immer einfach, die kompromisslosen Vorgaben des Architekten eins zu eins umzusetzen. Definierte Schalungsstöße, saubere Ankerstellen und homogene, makellose Oberflächen waren ein absolutes Muss.“

Ohne intensive Arbeitsvorbereitung, so Dipl.-Ing. Manfred Wetter von der Schäfer-Bauleitung, und besondere Sorgfalt sind derartige Sichtbetonanforderungen nicht zu erfüllen. „Alle Beteiligten waren noch stärker als sonst auf höchste Qualität sensibilisiert!“ Westag & Getalit zog am selben Strang und brachte für die Sichtbeton-Decken die bewährte Betoplan top zum Einsatz, eine Schalhaut, die sich für alle glatten, fugenarmen Betonflächen mit erhöhten Anforderungen nach DIN 18202/3, Zeile 7 (für SB4-SHK3) eignet. Über 11.000 qm dieser 21 mm Schalhaut wurden auf den Deckentischen verlegt, wo die beidseitige sehr starke Filmbeschichtung auch noch nach etlichen Einsätzen besonders planebene Oberflächen hervorbrachte.

Die Wände und Stütze wurden mit insgesamt 3.000 qm Westoplan XXL geschalt, die 2,50 m auf 3,20 m bzw. bis 5,00 m großen Platten wurden bereits im Werk entsprechend kon-fektioniert, für die Passflächen oder Aussparungen waren die örtlichen Bauschreiner zuständig: Sämtliche Einbauteile, Aussparungskästen und Ankerkonen mussten sorgfältig abgedichtet werden, um Ausblutungen sicher zu verhindern.
Alle Ankerstellen und die Fugenaufteilung waren vom Architekten exakt vorgegeben – die vertikalen Stöße laufen sauber nach oben durch und treffen in der Decke auf die Fugen der Deckenplatten: Der vorgegebene Raster von 2,50 m war mit den Tafelformaten der XXL wirtschaftlich zu realisieren. Und auch bezüglich Trennmittel und Betonreaktion zeigte sich die Westoplan XXL von ihrer besten Seite, und überzeugte damit auch einige Skeptiker. Selbst nach zwanzig Einsätzen und mehr lieferte die Schalhaut durchweg hervorragende Ergebnisse.

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